[Geschichte] Zurruhesetzung des Wyrden Trilen

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Langsam schwang sich Wyrden von dem Sattel seines schwer atmenden Rosses. Er nahm es an den Zügeln und führte das Tier zu einem kleinen Stall, der in ein Haus gebaut wurde. Als er diesen durch die Pforte verließ, blickte er auf das Meer vor ihm hinaus. Im Schein der Sonne, kneift er seine Augen zusammen und begutachtet sein neues Heim. Ein relativ kleines Haus mit zwei Stöcken, zierte die Wiesenflächen und die naheliegende Bucht, an welcher er und Leony damals ihre erste große Bindung hatten. Der ehemalige Kämpfer drehte sich zur Seite und sah über seine Schulter, woraufhin ihm die große, mit Wasser gefüllten Höhle ins Auge fiel. Im Schatten hatten sich ein paar Möwen niedergelassen und erfüllten die Gegend mit ihrem Gekreische. Dort war er einst mit Leony hineingeschwommen, als sie die Höhle bestaunen wollten. Ein Lächeln überkam seine Lippen. Wyrden setzte sich auf eine kleine, aus ein paar Holzbrettern zusammengenagelte Bank und überdachte seine Entscheidung, Buragh und den Grenzbund zu verlassen. Der Krieg hatte sich zu lange hingezogen. Das Risiko, sein Leben mit seiner Frau aufs Spiel zu setzen, war ihm zu hoch geworden.

Der junge Mann saß noch für eine Weile da, das Meer vor ihm überblickend, als sich eine Gestalt neben ihn hockte. Seine Frau, mit ihren langen braunen Haaren, hatte sich mit ihrem schwangeren Bauch neben ihn gesetzt. Sie hockten für eine Weile ruhig nebeneinander, bevor Leony das Wort ergriff: „Es wird Zeit, dass du anfängst, mir beim Kochen zu helfen. Wir erwarten schließlich noch Friedrich zum Abendmahl“. Wyrden stöhnte, als er aufstand und seiner Frau auf die Beine half. Noch einmal trafen sich ihre Augen, als sie sich gegenüberstanden. Ein Lächeln zierte sein Gesicht. Trotz der Freunde, die er nun verlassen hatte, trotz seiner Angst um eben diese, wusste er, dass er dir richtige Entscheidung getroffen hatte. Noch ein letztes Mal küsste der ehemalige Krieger seine Geliebte flüchtig, ehe er sich umdrehte und mit ihr gemeinsam den Weg belief, der zu ihrem neuen Zuhause führen würde.