[Andacht] Gott ist bei uns

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Wer hat denn noch nicht erlebt, wo wir glauben von Gott ganz und gar verlassen zu sein, wo er sich scheinbar nicht mehr um uns kümmert?

Im Psalm 91, 1-2 steht, dass Gott uns behütet und uns hilft.

1 Wer unter dem Schutz des Höchsten wohnt, darf bleiben im Schatten des Allmächtigen. 2 Darum sage ich zum Herrn: »Du bist meine Zuflucht und meine sichere Festung, du bist mein Gott, auf den ich vertraue.«

Psalm 91,1-2

Oder etwas später im gleichen Psalm 11-12 steht:

11 Denn er hat für dich seine Engel entsandt und ihnen befohlen, dich zu behüten auf all deinen Wegen. 12 Sie werden dich auf Händen tragen, damit du mit deinem Fuß nicht an einen Stein stößt.

Psalm 91,11-12

In diesem Psalm sieht man schon, dass Gott gut zu uns Menschen hält, aber wie gut ist er? Wann hilft er uns? Und da bin ich bei meinem eigentlichen Thema angelangt.

*Nun prangt eine Zeichnung auf dem Papier.*

Der Text Spuren im Sand, vielleicht kennt ihn jemand von euch, zeigt genau, wie sich Gott um uns kümmert und wann er uns so richtig hilft. Den Text möchte ich euch jetzt erstmal Vorlesen:

 

Eines Nachts hatte ich einen Traum:
Ich ging am Meer entlang mit meinem Herrn.
Vor dem dunklen Nachthimmel erstrahlten, Streiflichtern gleich, Bilder aus meinem Leben.
Und jedes Mal sah ich zwei Fußspuren im Sand,
meine eigenen und die meines Herrn.

Als das letzte Bild an meinen Augen vorübergezogen war, blickte ich zurück.
Ich erschrak, als ich entdeckte, dass an vielen Stellen meines Lebensweges nur eine Spur zu sehen war.
Und das waren gerade die schwersten Zeiten meines Lebens.

Besorgt fragte ich den Herrn:
"Herr, als ich anfing, dir nachzufolgen, da hast du mir versprochen, auf allen Wegen bei mir zu sein.
Aber jetzt entdecke ich, dass in den schwersten Zeiten meines Lebens nur eine Spur im Sand zu sehen ist.
Warum hast du mich allein gelassen, als ich dich am meisten brauchte?"

Da antwortete er: "Mein liebes Kind,
ich liebe dich und werde dich nie allein lassen, erst recht nicht in Nöten und Schwierigkeiten.
Dort, wo du nur eine Spur gesehen hast, da habe ich dich getragen."

 

An diesem Text erkennt man, dass Gott immer bei uns ist. In den Schwierigen Zeiten denken wir besonders, dass Gott uns verlassen hat, aber woher kommt das? Es liegt daran, dass wir in diesen Zeiten seine Fußspuren nicht sehen können. Wir denken er ist weg, aber dabei trägt er uns gerade und hilft uns wieder auf die Beine zu kommen. Auch wenn das „auf die Beine kommen“ oft sehr schwierig ist, bleibt Gott bei uns und trägt uns so lange, bis er weiß, dass wir wieder ohne Probleme laufen können und dann bleibt er auch bei uns und stützt uns immer wieder, trägt uns auch, bis ans Ende unseres Lebens. Auch wenn wir das oft nicht verstehen, erkennen wir spätestens nach unserem Tod, dass Gott immer bei uns war, auch wenn es schwierig ist zu glauben, aber er ist und war immer bei uns. Vor allem in der Trauer, dann, wenn wir unseren oder unsere Liebsten verloren haben, glauben wir, dass er nicht da ist, aber er hat uns geholfen und stand uns bei und das ist das schwierige, nämlich es zu glauben. Ohne diesen Glauben kann man das Christentum eigentlich gleich aufgeben.

 

Mit diesen Worten sind wir nun am Ende dieser Andacht angelangt. Danke, dass du sie gelesen hast! Wenn du willst, kannst du jetzt noch das Vater Unser beten und die, die Gott aus den Augen verloren haben, die denken von Gott verlassen zu sein und glauben, er hilft uns nicht, in dein Gebet mit einschließen.