[Adelshaus] von Reichswaldau

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"Nun Reisender, ihr möchtet also erfahren, was es mit dem Adelsgeschlechte der Grafen des Reichswaldes in den prussischen Landen auf sich hat? Dann seid ihr wohl mit eurer Frage an den Richtigen geraten. Lasset mich euch von der Grafschaft berichten, welche einst im östlichen Teil der westlichen Lande existierte. Dann werdet ihr verstehen, was Herr Kuno von Reichswaldau im Orient macht."

 

1. Erste Überlieferungen

 

Etwa im Jahre 950 n.Chr., so sagt man, schaffte es Jerewan I. von Reichswaldau sich im Siedlungsgebiet der Samländischen Stämme im Lande der Prußen sich gegenüber rivalisierenden Grafen durchzusetzen. Mit List, Tücke und so mancher Raffinesse war der findige Heerführer seinen Rivalen stets einen Schritt voraus. Seine militärischen Erfolge zwangen nach und nach umliegende Grafen dazu, Frieden mit Jerewan zu schließen. Der bedachte Graf Jerewan war jedoch nicht auf eine Erniedrigung seiner Feinde bedacht, hingegen er sich meistens mit kleineren Gebietsgewinnen zufrieden gab und er stets darauf verzichtete, in die Hauptsitze seiner Feinde einzufallen.

Diese für jene Zeit recht ungewöhnlichen Ansichten seinerseits ließen bei den Kriegsverlierern keine tiefen Wunden zurück. Somit war dies eine ideale Grundlage um die eigene Machtposition zu stärken und langsam aber stetig auszubauen. So wurde aus vormaligen Feinden ein loses System aus Bündnissen geschlossen, welches über viele Jahre gröberen Frieden in der Region untereinander wahrte.

 

Die damalige Grafschaft befand sich im nördlichen Teile der samländischen Prussen, unmittelbar an die große östliche See angrenzend.

 

2. Expansion des Deutschritterorden

 

Etwa im Jahre 1080 n.Chr. wurde der Deutschritterorden sowie der künftige Livländische Orden vom Papst beauftragt, die Gebiete östlich der Weichsel zu christianisieren. Nach vielen Kriegen wurden schließlich die gesamten Prussischen Lande bis einschließlich 1090 n.Chr. durch jene Orden erobert. Die dort ansässige Bevölkerung wurde in den christlichen Glauben assimiliert, vertrieben oder getötet.

Die vormaligen Grafschaften wurden somit durch eine Überzahl an kampferprobten Heeren der Westlichen Lande zerstört. Fortfolgend hörte auch der Landadel der von Reichswaldauer augenscheinlich auf zu existieren.

 

3. Das Exil

 

Die Nachkommen des Landadels der von Reichswaldauer flohen in die heutigen Lande der Böhmen. Die Böhmen galten auch damals schon als recht weltoffene Menschen, obwohl sie strenggläubige Christen sind. So übersiedelte auch der nunmehr verarmte Ritter Laurus von Reichswaldau, dessen Lehensherr gefallen war und dessen eigene Ländereien besetzt wurden, in die Böhmischen Lande. Hier traf Laurus schließlich seine Frau in Pribyslawitz, doch diesen Teil der Geschichte kennt ihr ja bereits.

 

4. "Heute"

 

Nun wie ihr euch bereits denken könnt, gehen wir allgemein davon aus, dass Kuno der einzige bekannte direkte männliche Nachfolger des Adelsgeschlechtes der von Reichswaldauer ist. Gerüchten zufolge könnte seine jüngere Schwester das Massaker in Pribyslawitz überlebt haben, doch sind dies nur Gerüchte.

 

Wie ihr sicherlich bereits vermutet habt, errichtete Kuno von Reichswaldau eine wehrhafte Siedlung, um von dieser aus sein altes Erbe wieder antreten zu können. In der Siedlung Akkon plant er, so sagen es Zeugen, die Grafschaft Antiochia zu proklamieren, in Anlehnung an das Erbe seiner Blutslinie. Doch wie und ob diese Ambitionen einmal enden werden, vermag nur der liebe Herr Gott zu sagen.

(Motto)

Einzig und allein der Leitspruch, "Akkon, das Bollwerk im Heiligen Land", lässt auf eine lange künftige Geschichtsschreibung hoffen.

(Siedlungsgebiet)

Das Hoheitsgebiet des Sitzes umfasst derzeit nur die Siedlung Akkon, sowie das Umland,so sagt man.

(Banner)

Ein Banner ist uns Herren im Westen derzeit noch nicht bekannt. Das liegt wohl mitunter an der geschlossenen Grenze und derlerlei Ereignissen. Ich bin jedoch zuversichtlich, dass das Banner uns bald bekannt sein wird.

(folgt^^)

Falls ihr euch wundert, warum dieses Adelsgeschlecht den Titel von Reichswaldau trägt, so lasset mir euch dies noch kurz erklären. Die Prussen sahen ihr Grafschaften in ihrem Weltbild als Reiche an. Der Grafschaftssitz befand sich damals namentlich in dem Städtelein Waldau, woraus sich nach mehreren Jahren rückwirkend der Name "von Reichswaldau", also der Grafschaft Waldau angehörig, einbürgerte.

Verstehe ich das richtig? Zuerst waren die von Reichswaldauer Grafen, und dann gab es einen Ritter der von Reichswaldauer? 

 

Kaemper ist ein Enk

 

Also einer von den von Reichswaldauern war ein Ritter, obwohl die "Vorfahren" Grafen waren? 

 

Kaemper ist ein Enk

 

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Nur weil deine Eltern Grafen sind, ist es nicht ausgeschlossen, dass man einen Sohn an den Hofe eines anderen Adeligen schickt damit dieser dort alles nötige für die Zukunft lernen kann. Wenn er dort aufgrund von seinen Verdiensten zum Ritter geschlagen wird...(Eine derartige Geschichte würden aber hier unter die Geschichte des Adelssitzes nur den Rahmen sprengen,zu langwierig seien und kaum gelesen werden^^)

Deus ló Vult Infidel

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Anbei befindet sich noch das aktuelle Banner Akkons, welches die Farben des künftigen Grafen trägt.

Deus ló Vult Infidel