Der Schmach der Heiden

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Es war ein Morgen wie jeder andere. Die Kirchenglocken schallten in den frühen Morgenstunden durch das Dorf, durch die engen Gassen Graufurts. Man hörte den Gesang des Chors wie auch die Gebete röhren. Nach der Messe sah man Krieger mit scharlachroten und türkisen Wappen auf den Mänteln aus der Kirche strömen. Nun seie Gott bei ihnen so dachten sie. Sie stiegen auf ihre Pferde und versprachen den Bürgern einen Erfolg, einen Erfolg gegen die Heiden. Gegen die, welche an hölzerne Statuen glauben. Gegen die, die Schulden bei Graufurt haben. Gegen die, welche einst friedliche christliche Bauern-Siedlungen angriffen. Gegen die, die nun hingreichtet werden. Nach einer langen Reise durch Wind und Dreck, kamen die Krieger an ihrem Außenposten an. Dort traffen sie noch die letzten Entscheidungen und warteten den Tag. Als nun die Sonne erlosch und die Sterne anfingen zu glänzen, so standen die Graufurter schon vor den Toren Ravnskarps. Einige Krieger rodeten die Felder aus, einige hackten den Heiden den Kopf ab. Die Heiden zeigten ein Debüt einer Horde von Hühnern. Sie versteckten sich vor einfachen Männern, die oft nur ein rostiges Schwert bei sich hatten. Durchaus hinderten uns die Heiden etwas, doch war Gott auf unserer Seite und er bespuckte die Heiden wahrlich. Sie versteckten sich in ihren Hütten, in ihren Botten. Ja manche verloren ihre Ehre dadurch, dass sie sich in Feldern verschanzt haben, und versucht haben, sich dort selber zu begraben. So war es ein erfolgreicher Tag für die Graufurter. Die Heiden werden den nächsten Winter schwer überleben können, da nicht nur ihre Felder, sondern auch die Vorrats-Kammer verbrannt wurde.

 

Es gab einige verletze Krieger und da die Streitmacht der Normannen stärker ist, als die der Graufurtischen Christen, zogen sich die Graufurter mit Säcken voller Korn und Weizen zurück.

 

Nacherzählung der Geschehen von Vogt Parlan Quero.