
Murmelnd geht ein alter Mann zügig und mit starrem Blick den breiten, vom Wasser überschwemmten Waldweg entlang. Der kalte klare Regen prasselt schon die halbe Nacht auf seine Kapuze und der beständig wehende Wind brachte ihn zum Zittern. Sein Rücken schmerzte, seine Füße taten weh und seid sein Pony mit dem Großteil seines Proviants davon geritten war, plagt ihn der Hunger. Doch der alte Mann, der den Namen Graham trug, ging unermüdlich weiter denn er wusste, dass Gottes schützende Hand über ihn ruhte. Der Donner grollte am Himmel und Graham zuckt leicht zusammen. Er blieb stehen, schaute kurz zu den Pechschwarzen Wolken hinauf und setzte dann seinen eilleinden Gang fort. Während er, mit gesenktem Kopf, weiter den Weg entlang schritt, dachte er an längst vergangene Zeiten.
Es war ein warmer Abend. Die Vögel sagen, die Bienen summten und die Sonne berührte schon fast den Horizont. Eine warme Brise wehte Graham ins Gesicht, der grade über ein weites mit Mohnblumen bewachsenes Feld schritt. Der schmale Feldweg unter seinen Füßen war trocken was der schon lang anhaltenden Dürre zu verschulden war. Soeben war er beim Fluss, dessen Wasserpegel stark gesunken war, und trug nun zwei bis zum Rand gefüllte Eimer in den Händen. Er war auf dem Heimweg wobei sich auf seinen Lippen ein leichtes Lächeln spiegelte. Es war ein wundervoller Abend und er konnte es kaum erwarten seine Frau in die Arme zu schließen. Er ging gemütlich weiter über das Feld, bewunderte wie so oft die Schönheit des Frühlings als er plötzlich leise galoppierende Geräusche bemerkte, die immer lauter zu werden schienen. Zudem kam es ihm so vor als würden die Reiter auf ihren Pferden laut grölen und schreien.
In Graham, dem das alles sehr suspekt vorkam, schien der Gedanke aufzukommen, dass solche Laute nur von Wilderern oder Banditen stammen konnten. Er wurde mit jedem Schritt langsamer, blieb stehen und lauschte dann mit angehaltenem Atem den Geräuschen. Als ihm auffiel, dass die Geräusche auch noch immer näher kamen, schmiss er die Eimer weg und legt sich verdeckt in das Mohnfeld. Graham kam es wie eine Ewigkeit vor doch in Wirklichkeit vergangen nur einige Sekunden bis er die 4 Reiter am Horizont sah. Alle waren bis an die Zähne bewaffnet und schwangen ihre Langschwerter durch die Luft. Sie trugen lange schwarze Mäntel und ihre Kapuzen waren ihnen weit ins Gesicht gezogen. Graham konnte es nicht genau erkennen, doch kam es ihm so vor als schimmerten 2 dieser Mäntel in einem dunklen rot. Die Reiter, sangen fröhlich ein Lied über Piraten und eine Buddel voll Rum, welches Graham sehr bekannt vorkam. Als die verhüllten Gestalten, auf ihren großen kräftigen Pferden, an Graham vorbeigeritten waren, erhob er sich und lief in die entgegengesetzte Richtung, aus der die Reiter gekommen waren. Während er, schwer atmend den Weg entlang lief, machte sich eine böse Vorahnung in ihm breit. Er rannte so schnell ihn seine Beine nur trugen. Sein Herz pochte so laut das dieses Geräusch nun alles übertönte. Die Vögel hörte er nicht mehr singen und die Bienen nicht mehr summen. Es umhüllten ihn nur das Geräusch seines Herzens, welches mit jedem Schlag schneller zu werden schien.
Desto näher er seinem Haus kam desto verbrannter roch die Luft. Als er nun über den letzten Hügel hinweg gerannt war, sah er am Horizont eine Pechschwarze Wolke aufsteigen. Graham fing an zu schreien. Er rannte hustend in das niedergebrannte Haus hinein, fand jedoch nichts, was einem Menschen ähnlich sah. Graham hatte alles verloren.
Als der Mond nun fast senkrecht in einer sternklaren Nacht am Himmel stand, erwachte Graham aus seiner Trance und fand sich in den Trümmern seines Hauses wieder. Er fasste einen Entschluss. Er würde…
Ein Blitz reißt Graham aus seinen Gedanken. Auf dem alten faltigen Gesicht vermischen sich nun die Regentropfen mit den Tränen des alten Mannes. Graham hielt plötzlich inne und richtete den nach unten gerichteten Kopf ein Stück weit nach oben. Er schaut auf ein altes Schild, welches ziemlich modrig und heruntergekommen aussieht und auf dem in großen Buchstaben >Waldfurt< stand. Er senkt wieder den Kopf und schlägt die entgegengesetzte Richtung. Der Witwer hatte schon viel von der Familie Arda gehört und möchte sich so gut es geht von dieser verhalten. So läuft Graham Trochäus, als Reisender und misanthropischer alter Mann weiter in den von Dunkelheit umgebenen Wald hinein auf das er bald eine neue Bleibe finde, sodass er mit seiner Vergangenheit abschließen kann.
Später traf er, auf den jungen Wenzel mit dem er eine Stadt gründete.
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Rechtschreibfehler sind bloß >Phantasmagorien<
;D
Besser ein weiser Tor als ein törichter Weiser.
Wer ist schon perfekt?
Wer ist schon perfekt?
Karsten
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Die Zeit ist aus den Fugen: Schmach und Gram, daß ich zur Welt, sie einzurichten kam!
Eine gelungene
Eine gelungene Charakterbeschreibung, gefällt mir sehr.
Sie können ihr Geld auch zum Fenster hinaus werfen
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Du hast ja auch mitgeholfen... etwas...
Besser ein weiser Tor als ein törichter Weiser.
Schön geschrieben
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Aye, danke
Besser ein weiser Tor als ein törichter Weiser.