
Es war ein regnerischer Tag. Mögen die Götter uns gnädig sein, dachte sich der Burgvogt von Memleben, der auf der Burgmauer stand. Er war ein alter Mann, um die 60 und hatte dieses Wetter satt. Lieber wäre er jetzt in Baghras, wo die Sonne niemals untergeht. In Gedanken verloren, bemerkte er nicht den Vogel, der durch den Nebel desorientert in das Gesicht des Burgvogts flog. "Verdammtes Vogelvieh!", murrte er. Fast schon wollte er ihn von der Mauer werfen, als er den Brief am Bein des Vogels bemerkte. Er faltete ihn aus. Durch das regnerische Wetter war der Brief ganz verwittert und durchnässt, weshalb vieles nicht mehr lesbar war. In dem Brief hieß es:
Verehrter Herr ..., Burgvogt von Memleben,
Wenn euch dieser Brief erreichen wird, werde ich, Hein... von Artagan der IV, wohl tot sein. Trauern Sie um mich! Aber seis drum. Es ist etwas schreckliches passiert. Fichtental wurde von einem Clan von Banditen, den ..., überfallen und bis auf d...e Grundmauern niedergebrannt. Glücklicherweise konnte ich meinen Sohn vor ihnen retten. Sein Name ist ... von Artagan. Ich habe einen Knappen damit beauftragt, ihn zu dir zu bringen. Ich hoffe du kümmerst dich um ihn. Er ist erst 2 Jahre ... .
An dieser Stelle endete der Brief. Der Burgvogt wusste nicht, was er denken sollte.
Ein paar Wochen später erreichte ihn der Knappe mit dem kleinen Säugling. Da der Burgvogt selbst keine Kinder hatte und auch nicht wusste, wie man mit so einem umgeht. Deshalb gab er das Kind in einem Kloster nahe Trevol ab. Er führte dort eine unbeschwerte Kindheit und er wuchs zu einem stattlichen jungen Mann heran. Leider hat nie jemand seinen richtigen Namen herausgefunden, deswegen nannte ihn jeder nur von Artagan. Als er alt genug war, verlies er das Kloster, aber nicht den Glauben, und arbeitete als Wachmann für den Trevoler Grafen. Später hat man herausgefunden, dass der Graf in Betrügereien verwickelt war und er wurde aus den Landen gejagt, doch nicht für immer. Nach diesem Ereignis wanderte von Artagan für eine lange Zeit durch die Lande und nannte sich selbst Ritter des Kreuzes. Auf seine weiße Rüstung ließ er ein rotes Kreuz malen. Bald aber fand er eine neue Heimat. Falkenstadt. Dort arbeitete er fortan als Hauptmann der Wache und Ratsherr. Das könnte ein schöner Schluss sein. Doch ist diese Geschichte noch nicht zu Ende geschrieben...
Toll!
Eine sehr schön geschriebene Geschichte. Ich hoffe, dass wir deine Zukunft noch gemeinsam entschlüsseln können.
gez.- der vermummte Händler
Naja
Nicht perfekt, aber auch nicht schlecht
"Was wenig kostet, ist wenig wert."
Vielleicht, vielleicht nicht...
Eventuell habe ich ja ein Namensschild für den guten Jungspund? :D
Die Zeit ist aus den Fugen: Schmach und Gram, daß ich zur Welt, sie einzurichten kam!