Die guten und die bösen Typen

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Ich glaube, dass grundlegende Problem hier ist, dass Graf_Eagle mit dieser Idee eine sog. "böse Rolle" spielen würde. Diese "bösen Rollen" kommen auf dem Server unter den OT-Personen der "guten Typen" wohl alles andere als gut an. Ein Beispiel dafür ist Sorexis, der ja auch eine "böse Rolle", in dem Fall ein machtgeiler Graf, gespielt hat und deswegen im OT immer wieder von den guten Typen angestachelt wurde, welche auch gelegentlich die Admins eingeschaltet haben. Auch wenn diese Rollen guten Zündstoff für das RP bieten würden, werden sie immer wieder im OT untergraben und für null und nichtig erklärt. Hier hat Graf_Eagle also versucht, sein Handelsimperium aufzubauen, was gut zu einer geldgierigen, korrupten "bösen Rolle" passen würde. Dieses Vorhaben wurde von den guten Typen wiederholst zerstört.

Das eigentliche Problem ist aber, dass jeder möchte, dass sein Charakter ein "guter" Typ ist. Das führt jedoch zu einem monotonem Spielerlebnis, in dem jeder ein Kavalier, gerecht und unterwürfig ist. Aber wie bereits gesagt wird das schnell langweilig.

Wenn es mehr böse Typen gäbe, hätte man viel mehr rp-liche Möglichkeiten. Wäre zum Beispiel der König ein böser Typ, dann würde das ganze Herrschersystem auf dem Server eine neue Ebene erreichen, die man zuvor nicht erreicht hätte. Würde sich unter Mammons Jüngern ein Verräter (ein Judas also) befinden, dann würde es in Mercia mehr geben als nur Friede, Freude, Eierkuchen.

Der letzte Punkt ist, dass es auch Spaß macht, eine böse Rolle zu spielen. Immensen Spaß sogar. Da kann man gern Sorexis fragen, wie er es fand, ein böser Graf zu sein, und er wird euch dies bestätigen. Also warum nicht mal eine böse Rolle ausprobieren und die guten ein bisschen aufhetzen? Warum sollte man immer nur ein guter Typ sein wollen? Und das im Mittelalter?

Wenn ich jetzt eine böse Rolle ausprobiere werde ich wieder gehatet weil ich meine Char's zu schnell sterben lassen. :D

Das Leben ist wie ein Laib Brot, es wird hart.

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Es ist unglaublich einfach von außen reinzugucken und sich zu ärgern dass andere nicht so agieren wie man es möchte, es ist schwieriger sich selbst etwas aufzubauen (z.B. ein Herzogtum) und das beisammen zu halten. Ich finde es interessant dass ich anscheinend zu den Guten zähle, das ist mal ein Novum :D

Mammon war so stark gegen Graf_Eagles Vorschlag weil er selbst unglaublich geizig und Goldgierig ist (was viele sicher eher als "böse" Eigenschaft sehen) und gerade deshalb unter keinen Umständen tolerieren würde dass man die Freiheit des Handels einschränkt und teure Lizenzen verlangt. Wenn ich meine Rolle spiele muss ich gegen so etwas sein. (ich bot ihm auch an gemeinsam eine Handelsregelung zu erarbeiten, das ist wohl keinem aufgefallen.)

Auch wenn Sorexis einen unverblümt machtgeilen Grafen spielt, ist es egal ob der von ihm erklärte Gegner gut oder böse ist, beide Sorten Graf würden gleichermaßen gegen ihn und seine Angriffe vorgehen.

Wenn dir das aber nicht böse genug ist, wäre es doch ein Anfang selbst eine böse Rolle zu spielen und Anderen ihre zu lassen.

"Chaos isn't a pit. Chaos is a ladder."

Bild des Benutzers Mammon

Außerdem ist es schwierig etwas anderes zu tun als gegen Leute zu sein deren Rp Rolle ständig Pöbelt und angreift, warum sollte man mit so jemandem kooperieren. Warum wundert ihr euch dass man euch nicht auf einem Silbertablett zur Macht trägt. Zum Beispiel habe ich nach deinem neusten Besuch gerade diese Nachricht bekommen:

"Könntest du mir nen kleinen Gefallen tun?
Artagan hat mir eben im RP in die Schulter gestochen, könntest du mir auf meinen momentanen skin ne Bandage pixeln?" ... :D

Man muss schon Anreize schaffen und gemeinsame Ziele angeben um Kooperation zu erwarten, es bleibt einem doch gar nichts anderes übrig als anzugreifen wenn man in seiner Rolle nicht komplett unglaubwürdig werden will.

"Chaos isn't a pit. Chaos is a ladder."

Bild des Benutzers Der_Gehaengte

Sicherlich sind böse und vor allem mörderische Rollen von Außen schwer verstehbar. Ich selbst musste erst eine spielen, um Supermax verstehen zu können. Doch widerfuhr mir genau das selbe wie ihm. Banndrohungen, OT-Krieg und OT-Bündnisse sowie Rp-Verweigerung, ohne diese Person zu kennen. Der Nachteil an Minecraft ist nunmal, dass die Menschen hier nicht sterben und dann weg sind. Du kannst nicht mit der Tür ins Haus fallen, sondern musst dir subtil die Wege freihalten.

Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.

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Ich glaube der Punkt der hier untergeht ist einfach das Eagle aus seiner beschränkten Sichtweise einen Vorschlag gemacht hat, der ihm sinnvoll erschien, und gar nicht der bösewicht sein wollte oder so. Genausp wie ich die Tage im Discord hat er einen Vorschlag gemacht und der wurde einfach nicht gut aufgenommen. :D

 

Zum Böse vs Gut:

 

Ich sehe es auch als langweilig an, den nicht kriegswilligen Christen zu spielen.

Ich bin im wahren Leben nicht fromm, bin gerne anders und provoziere gerne. Aber das ist alles eine Frage der Fasson. Und dann noch der Sichtweise.

 

Ich beispielsweise empfinde Mammons Rolle zwar als den ruhigen Christen, der aber je nach dem wer ihm wohl gesonnen ist, das Leben zur Hölle machen kann. Deswegen ist eine Einteilung in gut und Böse schwierig. Sondern eher in Ehrgeizig, kriegerisch, fromm.. und was auch immer.

 

Klar ist, dass ich, wenn Mammon mich angreift, weil er mich als Bedrohung empfindet, ich sage das er der böse ist. Anders rum sagt er vermutlich dann: Der gefährdet mein Herzogtum er ist der Böse. Alles ne Sichtweise.

 

 

Skeggǫld! Skálmǫld! Skildir ro klofnir!

Bild des Benutzers Mammon

Fanatische Ot Bündnisse gegen Spieler machen den Server kaputt und sind immer anzuprangern! Das ist tatsächlich ein ernsthaftes Problem auf diesem Server wo wir trotz unserer verschiedenen Meinungen gemeinsam gegen vorgehen sollten.

"Chaos isn't a pit. Chaos is a ladder."

Bild des Benutzers Der_Gehaengte

Ohne Frage zu unterzeichnen. Ich selbst habe ja einmal einen Discord geleitet, der trotz vieler RP-Bunde auch aus OT-Mitgliedern bestand. Heute weiß ich, dass man soetwas höchstens für die Stadtplanung braucht. Alles weitere ist Metagaming und einfach nur spielschädlich.

Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.