Ergebnis und Vertagung der Anklage des Lordes zu Duesterfels

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*Der Herold verkündet in Memleben*

Die Verhandlung gegen den Lehensherrn' zu Duesterfels wurde am heutigen Tage, auf den Straßen Ravnskarps, begonnen, kam allerdings zu keinem Entschluss, weshalb die Sitzung auf die nächste Zusammenkunft des Reichsrates datiert wurde. Nach nun öffentlicher Kundgabe eines königlichen Entscheids', wurde der Graf in mehreren Punkten freigesprochen, verbleibt aber weiterhin als Hauptverdächtiger in allen Vergehen, nach dem Beschluss seiner Majestät. Zudem wird auf eine Beweislage gewartet, welche den Freispruch nochmals offiziell bestätigen soll. Dies wird verlangt, da der König selbst nicht anwesend war und bloße Worte als nur minderer Beweis, oder gar nicht, wahrgenommen werden.

Künftig werden die Verhandlungen mit mehr Sorgfalt geplant. Außerdem appeliert das Recht der Lande an jeden, die Wahrheit zu sagen und Verbrechen nicht zu vertuschen. Sollten Beweise gefälscht werden oder Aussagen einer Lüge gleichen, so wird auch dieses Vergehen bestraft.

Lord Zuma wurde dementsprechend freigelassen und kehrte zurück in sein Heim. Ein Urteil wurde ebenso noch nicht gesprochen. Dieses wird bei der Tagung des Rates erwartet, ob Freispruch oder Strafe ist fraglich. Gleichzeitig verkündete Fürst Wentzel von Korff die Vogelfreisprechung Jarl Fynwolfs in der Südmark.

*Der Herold rollt das Pergament zusammen und zieht sich in seine Kammer zu Speis und Trunk zurück*

*Fürst Ivar erhält zu später Stund einen Brief. Im Kerzenschimmer beginnt er zu lesen: *

Nachricht an GrossJarl Ivar, Hüter des Rechts und Fürst der Nordlande

Gott zum Grusse! Ich war zufällig in Memleben anwesend, als euer Bote die Kunde der heutigen Verhandlung dem anwesenden Volk verkündete. Nach langem Überlegen über eure Worte und nach tiefgehenden Besprechungen mit dem Grafen Greifenburg über die heutigen Erreignisse habe ich eine wichtige Frage.

So wie ich euren Herlod verstanden habe, werden blosse Worte nicht als Beweise oder gar Fakten angesehen. Jedoch bestanden fast alle, so hat es mir mein Herr geschildert, angebliche Beweise des Jarls Fynwolf aus blossen Worten und wilkürlichen Behauptungen. So hatte er, ausser Worte, keinerlei Beweise über die Aussage der Banditin Lena. Dies wurde von euch jedoch als Beweis nicht in Frage gestellt, im Gegenteil. Es wurde als Beweis angesehen. Als aber zwei Fürsten die Freisprechung durch den König selbst bezeugten, muss alles abbgebrochen und vertagt werden. Werden die Behauptungen eines einzigen Lords mit Gold, jedoch die zweier Fürsten mit dem selben Atemzug mit Kieselsteinen abgewogen?

In der Hoffnung das dieser Fakt bei den späteren Verhandlungsstadien berrücksichtigt wird.

Hochachtungsvoll

Florian Schwarzenwald, Lehnsherr zu Helvetia und Ritter des Hauses Greifenburg.

Herbst 1131

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Dem Raben zum Gruße Florian Schwarzenwald,

eure Besorgnis drängt mich diesen Brief zu verfassen, und so sollt auch ihr eine würdige Antwort erhalten. Die Aussagen, die Jarl Fynwolf bereitstellte, waren unter anderem von Personen getätigt worden, welche unter den Reihen eures Lords' verweilten und auch angetroffen werden konnten als Solche. Diese genannten Punkte werden vorerst akzeptiert und am Ende wird darüber ein Urteil gefällt, ob diesen eine Gültigkeit zugeschrieben werden kann, oder nicht. Genauso wird die Aussage eures Fürsten, Wentzel von Korff, angenommen. Ferner handelt es sich jedoch um einen Einwurf, welcher vom König stammt. Solch eine Freisprechung ist ein Urteill, und ein Urteil der Exekutive wird von jedem Gericht oder einem Schreiber in Schrift verfasst, sodass dies nachgeprüft werden kann, vor allem bei Anklagepunkten wie die, die dem König vorlagen. Ich wichte alle Zeugenaussagen gleich stark, doch hinterfrage ich als möglichst Unparteiischer auch gerne viel. Versteht dies nicht als einen Angriff auf euch. Wenn es sich herausstellen sollte, dass Jarl Fynwolf falschaussagen tätigte, dann wird der Spieß eben gedreht. Der Rat wird bald tagen und weiteres Vorgehen besprechen, im Falle eures Herrn. So wartet gespannt ab und es wird baldig in Memleben verkündet.

Gehabt euch wohl,

Fürst Ivar, Hüter der Ordnung